25 Jahre bahnpolizeiliche Aufgaben bei der Bundespolizei

Ein historisches Datum für die Bundespolizei in Baden-Württemberg ist es mit Sicherheit. Der 27. Mai 1992.

Dort bezogen die ersten 3 Beamten als Planungsstab für das Grenzschutz- und Bahnpolizeiamt Stuttgart Räumlichkeiten in der Wildermuth – Kaserne in Böblingen. Die bisher dort beheimatete Deutsch-Französische Kompanie zog nach und nach aus und verlegte nach Mühlheim. Gerrit Knibbe als Verantwortlicher Amtsleiter, Michael Feuerstein und Michael Kuschke waren die ersten Beamten. Ein paar Tage später zogen Berthold Hauser und Josef Hottner in den nächsten freien Raum ein. Es folgten Axel Klumpp, Karl-Heinz Wilhelm und Manfred Sikora.

Heiko Dobler aus Waldshut wirbelte aus der Ferne mit und mit Eberhard Bock fand man auch einen Experten von der Bahnpolizei.

Vom ehemaligen Konstanzer Amt kam weitere Unterstützung mit Gerd Bach, Franz Allweil, Horst Sköries, Norbert Silberzahn und H-P. Schuster. Weitere Beschäftigte aus der Bahn und dem Bereich der Verwaltung stießen zu uns. So u.a. Horst Schöpp, Horst-Dieter Hahn und Heijo Bauer.

Mit viel Enthusiasmus und Unterstützung wurde ein tragfähiges Grenzschutz- und Bahnpolizeiamt aufgebaut. Eine Lagezentrale wurde eingerichtet, in der sich viele ehemalige Mitarbeiter der Bahnpolizei einbringen konnten. „Bundesweit ist die Integration der Bahnpolizei in den damaligen Bundesgrenzschutz bei uns in Baden-Württemberg am besten gelungen“, so ist die damalige Meinung und das Miteinander von vielen externen Beobachtern beschrieben worden. Das lag mit an der Leitung, die pragmatische Lösungen zugelassen und die Ideen und Gedanken der Mitarbeiter aufgegriffen hat. So konnten diese in aller Ruhe und auch manchmal mit unkonventionellen Mitteln zum Aufbau beitragen. Heute können wir stolz darauf sein, was aus den Anfängen geworden ist. Von den ersten zehn Beschäftigten ist nach dem Ruhestand von Karl-Heinz Wilhelm im August diesen Jahres nur noch Berthold Hauser in Böblingen tätig. Oft bedauert er die Entscheidung durch das Bundesgrenzschutzpräsidium Süd mit Herrn Dr. Feger und dem damaligen Verantwortlichen für die Verwaltung in Böblingen, Horst Sköries, Teile der Liegenschaft für eine Deutsche Mark an das Land Baden-Württemberg abzugeben. Das Gebäude 44 war bereits komplett für den Bundesgrenzschutz eingerichtet und musste wieder frei gemacht werden. Das ehemalige Feldwebelwohnheim mit, für damalige Verhältnisse, super ausgestatteten Übernachtungszimmern wurde ohne Not abgegeben. Da hat das „Herz geblutet“, war die fast einhellige Meinung aller Mitarbeiter. Viele haben dazu beigetragen und die Namen hier zu nennen wäre zu lange. Wir haben mittlerweile in Böblingen die Zentrale für die Bundespolizei in Baden-Württemberg und eine modern eingerichtete Bundespolizeidirektion.

25 Jahre ist das jetzt her und wir möchten gerne darauf hinweisen, nachdem die Dienststelle nicht so viel Wert auf dieses Datum legt und dieses „Jubiläum“ nur in Nebensätzen erwähnt. Viele ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben uns angesprochen und ihr Unverständnis darüber zum Ausdruck gebracht.

Wer noch Erinnerungen, Anekdoten oder Bilder von seinen Zeiten in Böblingen hat ist herzlich eingeladen, diese an die GdP DG Baden-Württemberg zu schreiben oder auf anderem Wege weiter zu leiten.

Zur aktuellen Lage der Bahnpolizei hier ein Interviewbeitrag von Berthold Hauser aus der Zeitschrift Deutsche Polizei Ausgabe August 2017.

Im Interview mit der Deutschen Polizei


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